Tag der Nakba

Heute ist der Tag der Nakba. Meine eigene Familie väterlicherseits wurde aus Jaffa 1948 vertrieben. Enteignet und deportiert. Schade, denn in einer Stadt am Meer zu leben hätte mir wohl gefallen. Wir waren eine mittelständische Familie mit 2 Häusern und einem Ladengeschäft. Der sprichwörtliche arabische Obst und Gemüse Händler ^^.

Danach Zerfall und Zerstreuung. In Auflösung befindlich. Jetzt leben wir in der Diaspora.

Der rote Faden zum Herkunftsland väterlicher Seite ist noch immer nicht durchtrennt. Trotz alledem. Was kann meine Heimat für persönliche Untaten? Nichts. Sie trifft ja keine Schuld. Das Palästina, das ich mir wünsche ist knallrot. Aber bitte nicht länger vom Blut der Menschen.

Natürlich träume ich immer noch von der 2-Staatenlösung. Selbst wenn diese aufgrund der Zersiedelung und des fortgesetzten Landraubes mehr als verunmöglicht wird.

Eine 1-Staatenlösung? Solange ein reiner Judenstaat proklamiert wird? Wie soll dies denn angesichts dessen möglich sein? Erinnert an den faschistischen Ruf Deutschland den Deutschen. Und ich fürchte in diesem Sinne wird das auch von den Zionisten Wort-gebraucht.

Ich aber will mehr: die Utopie eines gelebten, gleichberechtigten Miteinanders. 

Euer Hassan Es Said

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.